Die meisten Einbrecher wollen schnell rein und schnell wieder raus. Eine Haustür, die Zeit kostet und Lärm macht, schreckt viele ab. Mit diesen Tipps schützen Sie Ihre Haustür von der Technik bis zum Alltagsverhalten.
Ist eine Haustür überhaupt „einbrauchsicher”?
Absolut sicher ist keine Tür. Sie kann aber einbruchhemmend sein: Sie hält Angriffen eine bestimmte Zeit stand. Wie lange, sagt die Widerstandsklasse aus.
Die Technik: Darauf kommt es bei der Haustür an
Mehrfachverriegelung: Die Tür wird an mehreren Punkten gleichzeitig im Rahmen gehalten. Ein einzelner Riegel lässt sich leichter aufhebeln.
Sicherer Zylinder: Ein Profilzylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz lässt sich nicht ohne Weiteres aus dem Schloss entfernen. Ein herausragender Zylinder ist eine bekannte Schwachstelle.
Schutzbeschlag: Ein durchgehend verschraubter Sicherheitsbeschlag schützt den Zylinder von außen vor Abbrechen und Ziehen.
Bandseite sichern: Hintergreifhaken oder Bandsicherungen halten das Türblatt auch dann im Rahmen, wenn jemand die Bandseite aufhebeln will.
Sicherheitsglas: Verbundsicherheitsglas (z.B. P4A) ist deutlich schwerer zu durchbrechen als normales Isolierglas. Besonders wichtig bei Türen mit Glasausschnitt oder Seitenteil.
Einbau und Verankerung: Auch die beste Tür ist nur so sicher wie ihre Befestigung im Mauerwerk. Fachgerechter Einbau nach den Montagerichtlinien für einbruchhemmende Türen gehört dazu.
Haustür von innen und außen sichern: Das hilft im Alltag.
Tür immer abschließen, nicht nur zuziehen – auch wenn Sie nur kurz weg sind oder zu Hause sind.
Schlüssel nie draußen verstecken (Blumentopf, Fußmatte).
Mit Türspion bzw. Türkamera erst schauen, dann öffnen. Türketten oder Sperrbügel können als Zusatz benutzt werden.
Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder am Eingang; bei Abwesenheit Licht über Zeitschaltuhr steuern.
Nebeneingänge, Kellertür und Terrassentür genauso sichern wie die Haustür.
Keine Kletterhilfen wie Leitern oder Mülltonnen draußen lagern, Hecken und Büsche regelmäßig schneiden, gekippte Fenster sind keine gesicherten Fenster.
Nicht mit Zuhause werben: Briefkasten leeren lassen, Urlaub nicht öffentlich posten.
Widerstandsklassen: Woran Sie eine einbruchhemmende Tür erkennen
Die Widerstandsklasse (englisch Resistance Class, RC) nach DIN EN 1627 sagt, wie lange eine Tür einem Einbruchversuch standhält. Geprüft wird im Prüfinstitut mit festgelegten Werkzeugen.
Gelegenheitstäter mit einfachen Werkzeugen (Schraubendreher, Zange, Keile)
3 Minuten
RC3
Täter mit zusätzlichem Hebelwerkzeug (z.B. Brecheisen)
5 Minuten
Auf Mobilgeräten: Tabelle seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.
Achten Sie beim Kauf auf das Prüfzeugnis und darauf, dass die komplette Tür samt Einbau geprüft ist. Fehlt ein Bauteil, gilt die Klasse nicht.
Sicherheit von Anfang an: Haustüren mit Sicherheitsausstattung von HÖHBAUER
Wer eine neue Haustür plant, kann Sicherheit gleich mitbestellen: Mehrfachverriegelung, sicherer Zylinder, Schutzbeschlag, Sicherheitsglas und fachgerechter Einbau. Welche Sicherheitsausstattung und welche Widerstandsklassen es bei uns gibt, erfahren Sie hier.